Antiviren-Programm

Fehlermeldung

Wer kennt das nicht:
Ein Programm lässt sich aus heiterem Himmel plötzlich nicht mehr starten oder beendet sich grundlos ganz von alleine, die Fehlermeldungen häufigen sich zusehends, Daten verschwinden einfach und das Betriebssystem startet sich in regelmäßigen Abständen einfach neu, oder – im schlimmsten Fall – der PC lässt sich überhaupt nicht mehr hochfahren oder steuern.

Schadprogramme

Dies sind nur einige von unzähligen Auswirkungen die man sich einhandeln kann, eingefangen und ausgelöst durch einen Virus, Trojaner oder Wurm der unser System infiltriert hat und nun empfindlich stört, wenn nicht sogar zerstört.

Abhilfe schaffen

Abhilfe und Schutz schaffen hier sogenannte Antiviren-Programme.
Ein Antiviren-Programm ist eine Software der alle gängigen Viren und Schädlingsprogramme bekannt sind. Sie durchsucht das lokale System nach solchen Schädlingen und – falls vorhanden – entfernt diese auch gleich. Diese Suche kann entweder auf Wunsch (on demand) stattfinden, indem ich die Virensuche per Hand starte, oder aber regelmäßig per Routine, bspw. automatisch bei jedem Systemstart oder zu bestimmten Uhrzeiten. Antiviren-Software ist für den Schutz eines PC-Systems unerlässlich, und neben einer Firewall das wichtigste Utensil um sich gegen Schädlinge von außen zu schützen.

Schwachstellen

Doch auch ein Antiviren-Programm hat seine Schwächen. Denn – findet der Virenscanner einen Schädling, so ist mein System bereits infiziert. Ein Antiviren-Programm schützt mich zwar recht sicher davor dass ein Virus meinem System weiterhin oder zukünftig schaden kann, aber eben nicht vor dem bereits angerichteten Schaden. Daher empfiehlt es sich Antiviren-Programme mit sog. Live-Scannern zu verwenden. Derartige Softwares arbeiten relativ ruhig im Hintergrund und überwachen zusätzlich sämtliche Vorgänge innerhalb des Systems, insbesondere aber den Daten- und Paketverkehr bei Onlineverbindungen. Denn einen Großteil aller Schädlinge fangen wir uns im Internet und durch Email Anhänge ein. Diese Software überwacht unser tun, warnt umgehend vor einem Schädling sobald dieser versucht ins System zu gelangen und beseitig ihn, blockiert notfalls die infizierte Internetseite oder den Zugriff auf einen Anhang und schließt somit konsequent potentielle Sicherheitslücken. Black Lists, sogenannte Filter innerhalb von Antiviren-Programmen, in denen unsichere Internetverbindungen (als potentielle, Viren verbreitende, bereits bekannte Webseiten) aufgelistet sind bieten zusätzlichen Schutz, denn diese warnen bereits vor dem Betreten einer gefährlichen Internetseite davor.

Kosten

Antiviren-Programme gibt es sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige, wobei die bekanntesten und effektivsten Hersteller hier fast ausnahmslos kostenpflichtige Programme zur Verfügung stellen. Eine Investition die sich jedoch rechnet und lohnt.

Bedeutsamkeit von Updates

Doch auch ein noch so teures Antiviren-Programm ist nur so gut wie seine Datenbank, darum ist es unerlässlich sie regelmäßig mittels Updates (zumeist kostenlos) auf den neuesten Stand zu bringen. Denn nur was meine Antiviren-Software kennt kann sie auch bekämpfen. Zusätzlichen Schutz können weitere kostenlose Tools gegen Trojaner, Spyware und Malware bieten.

Weniger ist mehr

Wichtig: Bitte niemals zwei Antiviren-Programme gleichzeitig auf Ihrem System laufen lassen. Der allseits gerne genommene Spruch “doppelt hält besser” trifft hier, ausnahmsweise einmal, nicht zu. Im Gegenteil können sich zwei Antiviren-Programme deutlich behindern und den Schutz minimieren oder gar aufheben.