Allgemeines
Jeder Rechner besitzt eine Festplatte oder ähnlichen Speicher. In der Regel sind diese intern im Rechner eingebaut, da hiervon auch das Betriebssystem geladen wird. Lediglich in speziellen Fällen werden Festplatten extern angeschlossen, da dieses aufwändig sein kann und durch die weiteren Kabelverbindungen auch eine weitere Fehlerquelle darstellt.
Ein Anwendungsfall sind Server in Rechenzentren, die größere Mengen an Festplatten benutzen müssen und diese nicht mehr in ihrem Gehäuse unterbringen können, oder Rechnerverbünde, die aus Redundanzgründen auf die gleichen Daten zugreifen sollen. Für Privatanwender sprechen aber auch einige Argumente für den Einsatz externer Festplatten. Diese können einmal zur Datensicherung an verschieden Systemen verwendet werden, bevor sie sicher gelagert werden. Weiterhin lassen sich damit Daten bequem transportieren und abhängig von der Schnittstelle an verschiedensten Systemen verbinden. Auch können hier Rechner, die im Gehäuse keine weitere Platte intern aufnehmen können, elegant erweitert werden.
Verbreitete Anschlusstechniken sind hier USB, Firewire und eSATA im Desktopbereich, während SCSI und Fibre Channel im Serverbereich dominieren. USB hat hier den Vorteil, dass es fast überall angeschlossen werden kann, aber die langsamste Datenrate liefert. Firewire ist besonders bei Apple-Systemen und hochwertigen Notebooks implementiert, während eSATA (die simple Verlängerung der normalen SATA-Schnittstelle zu externer Peripherie) allmählich im Kommen ist und einerseits simple Technik verspricht, die andererseits auch hohe Datenraten leisten kann. Wenn eine externe Festplatte angeschafft werden soll, ist somit zu überlegen, wo diese angeschlossen werden soll und danach die Schnittstelle zu wählen.
Festplattenstruktur
Eine externe Festplatte besteht meist aus einem speziellen Gehäuse, in welches eine “normale” Festplatte eingebaut wird und dann diese über einen Wandlerchip (bei USB und Firewire) anbindet.
Größere Platten benötigen hier meist ein externes Netzteil, Notebookplatten beziehen ihre Energie meist aus dem USB-Anschluss, was sehr kompakte und transportable Gehäuse ermöglicht.