Positionierung
Microsoft als Softwareriesen zu titulieren wäre zwar richtig, aber zweifelsohne noch stark untertrieben. Der weltweite und unangefochtene Marktführer im Bereich der Betriebssysteme und Officeanwendungen ist ein wahrer Gigant unter den Großkonzernen, und steht nach einhelliger Fachmeinung an Platz 2 der weltweit einflussreichsten und bedeutendsten Unternehmen überhaupt.
1974 von Bill Gates und Paul Allen ins Leben gerufen programmierte das Team um die beiden Microsoftgründer (ehemals Micro-Soft) anfänglich und ziemlich exklusiv für das Unternehmen MITS, später (ab 1980) vorrangig für IBM; Das daraus resultierende Betriebssystem MS-DOS – eine modifizierte Version des lediglich aufgekauften QDOS, welches wiederum eigentlich nur eine Variante des bereits erhältlichen CP/M Produkts darstellte – sollte der Grundpfeiler gewesen sein für eine, ab nun steil bergauf gehende Erfolgsgeschichte.
Heute, 35 Jahre nach der Gründung von Microsoft, beschäftigt die Microsoft Corporation über 92.000 Mitarbeiter, verteilt über den gesamten Globus.
Obwohl Microsoft, wie auch Microsoft Deutschland, seit 2002 mehrfach zum “besten Arbeitgeber” gekürt wurde kann so eine Auszeichnung doch nicht gänzlich darüber hinweg täuschen dass Microsoft, nebst seinen beachtlichen Erfolgen, auch deutlich in der Kritik stand und noch heute steht. Besonders kritisiert werden hier u.a. ein extrem aggressives Auftreten im weltweiten Konkurrenzkampf, das Generieren und Ausnutzen einer Monopolstellung sowie unlauterer Wettbewerb. Tatsächlich beruht die Erfolgsgeschichte von MS auf einem solchen Fall, als in den 1980ern mit MS-DOS die “Kopie” einer bereits auf dem Markt erhältlichen Software das Rennen für sich entschied. Der Trick dabei war ziemlich simpel, und wird auch heute noch von Microsoft praktiziert: Das Microsoft DOS unterstützte zwar alle für CP/M programmierten Programme, verhinderte aber zeitgleich dass Programme für MS-DOS auf der CP/M Variante laufen konnten. So standen Hersteller und User zwangsläufig vor einer Entscheidungsfrage, welche Microsoft ganz klar für sich entscheiden konnte. Dieses Vorgehen endete, wie Dutzende andere danach ebenso, in einer Klage gegen Microsoft die der Konzern insofern verlor als dass er sich zu einem Vergleich entschied und horrende Summen – teilweise in Milliardenhöhe – an die geschädigten Unternehmen zu zahlen bereit erklärte.
Diversifikation
Neben Betriebssystemen und Officeanwendungen vertreibt Microsoft auch noch die XBOX 360 – eine Spielekonsole, die jedoch nie wirklich Konkurrenz zu Nintendo und Sony sein sollte und eher mindere Marktanteile einnimmt. Darüber hinaus hält Microsoft geringe Anteile des Social Community Facebook inne, verbunden mit einer exklusiven Werbevermarktung für MS, was vielleicht auch der Grund dafür sein mag dass es gelang eine Lizenz für einen Kinofilm über Facebook zu erlangen, welcher dieses Jahr in die Kinos kommen wird.
Zukunftsperspektiven
Trotz aller Kritik aber ist Microsoft nur noch aus den wenigsten Haushalten und Büroräumen weg zu denken, und es ist anzunehmen dass diese Erfolgsgeschichte auch andauern wird. Microsoft ist und bleibt der Inbegriff dessen wofür “Silicon Valley” steht: Dem Mut zum Erfolg!